Ich baue seit Jahren Software für digitale Visitenkarten, und ein Problem hat mich die ganze Zeit nicht losgelassen: Wir hatten die falsche Hälfte gelöst.
Das Problem mit Papierkarten gibt es wirklich. Sie veralten, stopfen das Portemonnaie voll, gehen verloren und lassen sich nicht aktualisieren. Digitale Karten haben das erledigt. Was sie nicht erledigt haben, ist das eigentliche Networking-Problem, und das ist viel banaler:
Ich lerne auf einer Konferenz 50 Leute kennen, tausche mit 20 davon Kontaktdaten aus, und drei Wochen später weiß ich von keinem einzigen Gespräch mehr, worum es ging.
Kontaktdaten auf dem Handy bringen dir nichts, wenn du nicht mehr weißt, warum diese Person überhaupt in deinem Adressbuch steht.
Was gefehlt hat, war der Kontext
Also habe ich NFC.cool Business Card um das erweitert, was ich seitdem das „Gedächtnis-Upgrade“ nenne. Direkt nachdem ihr euch verbunden habt, egal ob per NFC-Scan, App Clip oder über den QR-Code auf dem Sperrbildschirm im Conference Mode, fragt dich die App nach dem Kontext:
Wo und wann ihr euch getroffen habt. Datum und Ort werden automatisch eingetragen, du kannst beides ändern.
Woran die Person gerade arbeitet. Eine kurze Notiz zu Projekt, Firma oder Schwerpunkt.
Das Wichtigste aus dem Gespräch. Die ein, zwei Dinge, über die ihr tatsächlich geredet habt und die du nicht vergessen willst.
Nächste Schritte. „Stellt mich ihrem VC vor.“ „Pitch-Deck am Montag rausschicken.“
Der letzte Punkt landet zusätzlich in deinem Kalender und in der Erinnerungen-App, weil wir alle schlecht im Dranbleiben sind und alle den kleinen Stups brauchen.
Warum die Abfrage direkt beim Austausch kommt und nicht später
Der Trick: Die Abfrage erscheint sofort, nachdem der Kontakt gespeichert ist, solange das Gespräch noch frisch im Kopf ist. Fünf Minuten später stehst du schon beim Nächsten. Drei Tage später weißt du nicht mehr, ob der KI-Gründer der vom Pitch-Wettbewerb in Austin war oder der vom Hackathon in Berlin.
Wenn der Kontext im selben Schritt wie der Kontaktaustausch erfasst wird, wird er auch wirklich aufgeschrieben. Die Alternative, nächste Woche alles aus dem Gedächtnis nachzutragen, passiert schlicht nie.
Was sich für mich dadurch geändert hat
Beim Betatest auf ein paar Events hat sich das Gefühl verschoben: von „Ich habe die Visitenkarten jetzt auf dem Handy“ hin zu „Ich habe eine durchsuchbare Übersicht darüber, wen ich kenne, was diese Leute machen und was ich ihnen noch schulde“.
Ich öffne den Networking-Tab in NFC.cool Business Card und sehe auf einen Blick, wen ich wo getroffen habe, worüber wir gesprochen haben, was ich versprochen habe und was noch offen ist. Treffe ich jemanden wieder, aktualisiere ich den Eintrag: neues Gespräch, neuer Kontext. So wird aus der Karte ein fortlaufendes Protokoll der Beziehung statt einer Momentaufnahme von Kontaktdaten.
Funktioniert unabhängig davon, wie ihr Kontakte tauscht
Dem Smart-Context-Layer ist es egal, auf welchem Weg der Kontakt in dein Adressbuch gekommen ist:
NFC-Scan. Der Standardweg: Du hältst dein Handy an die Karte deines Gegenübers, speicherst den Kontakt und hältst den Kontext fest.
App Clip. Wer ein iPhone hat, sieht das App-Clip-Overlay, speichert den Kontakt und bekommt dieselbe Kontext-Abfrage.
Conference Mode (QR-Code auf dem Sperrbildschirm). Zeigst du deinen QR-Code auf dem Sperrbildschirm, weil es schnell gehen muss oder es um euch herum zu laut ist, kommt dieselbe Abfrage, sobald die andere Person den Kontakt speichert.
Android-Browser. Auf Android öffnet sich die Web-Version der Karte. Der Kontakt wird gespeichert, und den Kontext kann man danach in der NFC.cool Business Card App ergänzen.
Die App verwaltet bis zu 100 verschiedene Karten (für unterschiedliche Rollen, Events oder Versionen von dir), und die Smart-Context-Daten bleiben pro Karte getrennt. Jemand, den du als „Design-Consultant beim Berliner Meetup“ getroffen hast, ist also ein anderer Datensatz als dieselbe Person, wenn du sie als „Co-Founder beim YC Demo Day“ triffst.
Warum das gerade jetzt wichtig ist
Dass es so etwas vor fünf Jahren noch nicht gab, lag nicht an der Technik, sondern am Aufwand. Kontext festhalten hieß: eine separate Notizen-App aufmachen, tippen, während das Gegenüber zuschaut, und die Notizen später irgendwie dem richtigen Kontakt zuordnen. Die meisten haben es irgendwann gelassen.
Mit NFC.cool Business Card ist es ein Fingertipp, direkt beim Austausch der Kontakte. Das ist der Unterschied zwischen „das sollte ich mir merken“ und „das ist jetzt festgehalten“.
Wir tauschen Kontakte heute schneller aus als je zuvor. Und da zählt am Ende nicht, wen du kennst, sondern warum du diese Leute kennst.
NFC.cool Business Card für iPhone laden. Auf Android gibt es dieselbe Visitenkarte samt Smart Context in NFC.cool Business Card für Android.