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NameDrop vs. NFC-Visitenkarte: Warum am Ende gewinnt, was auf jedem Handy funktioniert

Zwei iPhones tauschen Kontaktdaten aus, daneben liegt eine NFC-Visitenkarte

Als NameDrop mit iOS 17 kam, haben mich gleich mehrere Leute dasselbe gefragt: Braucht jetzt überhaupt noch jemand eine NFC-Visitenkarte? Ich entwickle selbst eine App für digitale Visitenkarten, die Frage war also durchaus berechtigt. Übel genommen habe ich sie niemandem, denn NameDrop ist wirklich schön gemacht.

Du hältst zwei iPhones dicht aneinander, eine kleine Animation läuft, ein leises haptisches Klopfen, und der Kontakt ist auf dem anderen Handy. Solche liebevollen Kleinigkeiten kann Apple einfach. Ich habe NameDrop selbst oft benutzt. Es funktioniert, und es fühlt sich gut an.

Aber ich habe schon oft genug zugesehen, wie Leute unterwegs Kontaktdaten austauschen wollten, um zu wissen, wo NameDrop an seine Grenze kommt.

NameDrop funktioniert von iPhone zu iPhone. Das war’s auch schon. Sobald dein Gegenüber ein Android-Handy in der Hand hat - und weltweit gesehen ist das bei den meisten Menschen so -, läuft die schöne Animation ins Leere. Auf der Konferenz, beim Essen mit einem Kunden, bei der Wohnungsbesichtigung suchst du dir nicht aus, welches Handy die andere Person dabeihat. Ein Weg, Kontaktdaten weiterzugeben, der nur klappt, wenn zufällig beide das passende Handy besitzen, ist kein richtiger Weg. Das ist Glückssache.

Einer NFC-Visitenkarte ist es egal, welches Handy man ihr hinhält. Sie setzt auf den offenen NFC-Standard, den iOS und Android seit Jahren lesen können. Die andere Person hält ihr Handy an die Karte oder scannt den QR-Code darauf, und deine Daten landen bei ihr - iPhone oder nicht, mit oder ohne installierte App. Niemand muss eine Geste lernen, nichts muss eingeschaltet werden, und das Betriebssystem spielt keine Rolle.

Das ist der wenig glamouröse Grund, warum ich meine App weiterhin auf NFC aufbaue und nicht auf NameDrop. NameDrop ist für den Idealfall gemacht: zwei iPhone-Nutzer, beide haben das Feature an, beide kennen die Geste. NFC ist für den Fall gemacht, der auf einem Event tatsächlich eintritt: zwei Menschen, zwei Handys, und man kann bei keinem von beiden etwas voraussetzen. NameDrop ist die bessere Demo. NFC ist die bessere Visitenkarte.

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